Preisgekrönte Studienleistungen und Promotionen

Vollbild anzeigenANNA MAREI BÖHM, Zoologisches Institut, ist für ihre Arbeiten zur Langlebigkeit beim Süßwasserpolypen Hydra mit dem Doktorandenpreis 2013 der Deutschen Gesellschaft für Entwicklungsbiologie (GfE) ausgezeichnet worden. Der winzige Süßwasserpolyp Hydra zeigt keine Alterungsprozesse und ist potentiell unsterblich. Innerhalb eines Forschungsteams der Zoologie unter Leitung von Professor Dr. Thomas Bosch fand Böhm heraus, dass hierfür das sogenannte FoxO-Gen, das auch im Menschen vorkommt, verantwortlich ist. Die Studien bestätigen, dass das FoxO-Gen eine entscheidende Rolle beim Erhalt von Stammzellen und somit der Bestimmung der individuellen Lebensspanne spielt – vom ursprünglichen Nesseltier bis hin zum Menschen. Zum anderen verdeutlichen sie, dass der Alterungsprozess und die Langlebigkeit eines Organismus tatsächlich von zwei wesentlichen Faktoren abhängig sind: dem Erhalt von Stammzellen und der Aufrechterhaltung eines funktionellen Immunsystems. Die GfE ist ein Zusammenschluss von Forschenden in der Entwicklungsbiologie im deutschen Sprachraum. Sie veranstaltet in zweijährigem Turnus dreitägige wissenschaftliche Tagungen und unterstützt außerdem Aktivitäten ihrer Mitglieder wie zum Beispiel Workshops oder Symposien. Ebenfalls im zweijährigen Rhythmus findet die GfE School statt, die die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zum Ziel hat. Aus Mitteln privater Stiftungen vergibt die GfE Preise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie. Der Doktorandenpreis ist mit 500 Euro dotiert.