Science Communication

Do research – and speak about it

It is very important to us to effectively communicate basic research observations, complex ideas and concepts to the general public. Read more (in German):

 

Forsche – und sprich darüber

Ein großes Anliegen ist es uns, die Bedeutung und den Wert der Grundlagenforschung für die Gesellschaft und das Leben der Menschen zu kommunizieren. Wir engagieren uns daher konsequent dafür, die wissenschaftlichen Fortschritte insbesondere aus unseren Kerngebieten Evolutions- und Entwicklungsbiologie sowie Stammzellen- und Metaorganismus-Forschung in die breite Öffentlichkeit zu tragen.

Zusätzlich zu unseren Fachvorträgen richten wir uns jedes Jahr auch in zahlreichen nichtwissenschaftlichen Vorträgen an die Öffentlichkeit. Hier ein Blick in den Science Pub Münster im Januar 2016.

Den Vortrag „Das Individuum als Metaorganismus“ gibt es auf YouTube:

Dabei verfolgen wir eine breit angelegte Kommunikationsstrategie. Die Kanäle und Formate, die wir einsetzen, reichen dabei von klassischen Vorträgen und solchen, die speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnitten sind, Veröffentlichungen von Büchern und Zeitschriftenartikeln, die dem Publikum niedrigschwellige Einblicke ermöglichen, über Videos, digitale Visualisierungen, Onlinebeiträge in Foren bis zur Kommunikation über soziale Medien, besonders aber auch die bildenden und darstellenden Künste.  Professionell und nie zu stark vereinfachend versuchen wir wir auf diese vielfältige Weise die eigenen Forschungsergebnisse, sowie Schlüsselwerke international renommierter Kolleginnen und Kollegen zu vermitteln.

  1. Zwischen Kommunikation und Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern: Vorträge und Printpublikationen für die nichtwissenschaftliche Öffentlichkeit

Über allgemeinverständliche Vorträge treten wir mit Interessierten aus allen Altersstufen und sozialen Hintergründen in den Dialog.

Nächste Termine:

  • 01/2018 „Bakterien als Partner“. Ort: Preetz, Mensa der Wilhelminenschule am Hufenweg, Zeit: Dienstag, 23.01.2018 um 19.30 Uhr, Gastgeber: UG Preetz
  • 01/2018 „Multiorganismische Aspekte des Lebens – das Individuum als Metaorganismus. Ort: Universität Kiel, Kontaktstudium für ältere Erwachsene 5 Vorlesungen Januar/Februar 2018
  • 02/2018 „Darwin irrte nicht“. Sophie-Scholl-Gymnasium Itzehoe. Dienstag, den 13.02.2018 Vortragsbeginn 09:45 Uhr.

 

  1. Wissenstranslation: Über Forschungsergebnisse aufklären und sie nutzbar machen für die Anwendung

Nächste Termine:

  • 01/2018 Interdisziplinäres Lilly Rheumatologie Forum. „Das Individuum als Metaorganismus – neue Perspektiven in der Entzündungsmedizin.  Datum der Veranstaltungen: 26.01.2018 / 18:15 Uhr – 22:00 Uhr; 27.01.2017 / 08:00 Uhr – 12:45 UhrVeranstaltungsort: Freitag, 26. Januar 2018 / Lilly Konferenzzentrum, Bad Homburg; Samstag, 27. Januar 2018 / Dorint Hotel Frankfurt Oberursel, Königsteiner Straße 29, 61440 Oberursel
  • 02/2018 Lehrerfortbildung zum Thema „Metaorganismus“, Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) Kiel mit dem IQSH, Montag, den 12.2.2018
  • 05/2018 „Der Mensch als Holobiont“, Fortbildungsveranstaltung Verband Kölner Hautärzte. Samstag, 05.05. 2018, Köln

 

  1. Wissenschaft ein Gesicht geben: Das „Metaorganismus-Storytelling“-Online-Projekt

Unter dem Arbeitstitel „Metaorganismus Storytelling“ ist im Laufe der vergangenen zwei Jahre der Grundstein für eine schon jetzt umfangreiche und weiterwachsende Mediensammlung gelegt worden. In Interviews mit Bosch und Vorträgen auf seine Einladung zeichnen international führende Expertinnen und Experten ein eindrucksvolles Bild von der aktuellen Forschung und vor allem von dem enormen Potenzial, das die Erforschung des Zusammenspiels menschlicher, tierischer und pflanzlicher Organismen mit ihren mikrobiellen Symbionten für die Zukunft verspricht. Das Ziel dieser Sammlung ist es, Stück für Stück den aktuellen Diskurs in der Metaorganismus-Forschung und die zahlreichen inhaltlichen Facetten abzubilden und dadurch der Öffentlichkeit und wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich zu machen.

  1. „Lebenswissenschaften und Kunst – ein kreativer Dialog“

Angetrieben durch unser persönliches Interesse an Kunst und Kultur fördern wir die Interpretation der Wissenschaft mit den Mitteln der Kunst. Insbesondere die Musik eignet sich in unseren Augen, um mit künstlerischem Ausdruck Begeisterung für Wissenschaft zu wecken. Aus diesem Streben entstand in den vergangenen Jahren eine Reihe fruchtbarer Kooperationen mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern, die mal mit klassischen, mal mit avantgardistischen Werken die Verbindung von Kunst und Wissenschaft suchten.

„Das Unsichtbare hörbar machen“

Das „Tanzende Meer“: Bosch und Shih 2015 vor der Premiere im Kieler Schlossgarten. Foto: Dirk Brandis

Aus der persönlichen Freundschaft mit dem aus Taiwan stammenden Komponisten Shih ging beispielsweise ein einzigartiges musikalisches Kunstwerk hervor: Die Klang-Installation „Tanzendes Meer“, eine experimentelle musikalische Hommage an die Kieler Meeresforschung, steht als Plädoyer für die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft. Ein Gespräch von Bosch und Shih im Zoologischen Museum der Universität, in dessen Räumen Viktor Hensen im Jahr 1867 erstmalig das Plankton beschrieben hat, regte den Komponisten zum Klangbild des „Tanzendes Meeres“ an.

Uraufgeführt wurde das Werk als Geschenk der Kieler Oper an die Kieler Universität in ihrem 350. Jubiläumsjahr 2015. Die musikalische Leitung hatte Generalmusikdirektor Georg Fritzsch. Thomas Bosch trug neben der Anbahnung und dem Austausch mit dem Künstler auch performativ zu dieser Uraufführung bei und zog mit seiner Lesung im Rahmen des Konzertes Parallelen zwischen der kreativen Schaffenskraft von künstlerisch und wissenschaftlich tätigen Menschen.

„Die emotionale Dimension der Komplexität“

Unsere enge Verbindung zum Kieler Schauspielhaus und zum Philharmonischen Orchester, hier insbesondere zu dessen Generalmusikdirektor Georg Fritzsch, brachte eine Reihe weiterer musikalischer Annäherungen zwischen Wissenschaft und klassischer Musik hervor. Zuletzt starteten wir im vergangenen Jahr die Reihe der klassischen Nachtkonzerte im Zoologischen Museum Kiel. In bislang zwei Veranstaltungen gelang es uns und den Musikerinnen und Musikern, in der besonderen architektonischen Atmosphäre des Zoologischen Museums Kiel, ein Gropius-Bau aus dem 19. Jahrhundert, aus der Faszination für große Werke der klassischen Musik eine gleichwertige Begeisterung für die Wissenschaft und ihr ebenso leidenschaftliches Streben zu wecken. Im Nachtkonzert im November 2017 kombinierten wir gemeinsam mit einem Streichquartett des Philharmonischen Orchesters Kiel die Kompositionen des Briten Ralph Vaughan Williams, einem Cousin zweiten Grades Charles Darwins, mit einer Lesung aus Briefen des berühmten Evolutionsforschers. Ziel war es dabei, Schlüsselmomente aus Darwins Leben und seinen wissenschaftlichen Entdeckungen auf eindringliche Art mit der Musik Williams‘ zu verbinden.

Das zweite Nachtkonzert imZoologischen Museum Kiel im November 2017.Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Bosch bei seiner Darwin-Lesung während des zweiten Nachtkonzerts. Foto: Christian Urban, Universität Kiel